Momentaufnahme Brief ans Nesthäkchen

Momentaufnahme

Wir liegen im Bett, ich auf dem Rücken, du auf mir drauf. Herz an Herz. So möchtest du zur Zeit tagsüber immer einschlafen. Anfangs nuckelst du noch eifrig am Schnuller, deine kleinen Finger spielen mit meinen Haaren. „Ase“ und „Ma“ mussten heute auch mitkuscheln. Manchmal ist es auch „Bär“. Du brauchst gerade sehr viel Nähe, das sagst du uns schon ganz deutlich. „Mama/Papa Arm“ oder „Mama/Papa Soß (Schoß)“ gehören zur Zeit zu deinen meistgesagten Sätzen. Es ist so schön, dass du schon so unglaublich viel reden kannst.

Mittlerweile kann ich deinen Wortschatz schon nicht mehr zählen. Auch Zweiwortsätze sprichst du schon ganz viele. „Nuna auch“, „Dee an“ (CD an), „Mii leer“ „Ua geg“ (Schnuller weg), „Papa da“, und viele, viele, viele mehr. So kannst du uns prima sagen, was du gerade möchtest oder brauchst. Wenn wir nicht sicher sind, fragen wir dich und du antwortest mit „Ja!“ oder „Nein, nein, nein!“
Du machst so unglaublich schnelle Fortschritte, jeden Tag lernst du neues, entdeckst die Welt und freust dich darüber. Gerade zum Beispiel darüber, dass du laufen kannst. Den ganzen Tag rennst du nun gschaftlig umher – es macht so viel Freude, dir dabei zuzusehen. Du hast schon 8 Schneidezähne, 3 1/2 Backenzähne und die oberen beiden Eckzähne schauen auch schon raus. Du liebst es, wenn deine Schwestern mit dir spielen und Quatsch machen – vor allem mit dem Lausdirndl hast du dich verschworen. So viel Neues und Abenteuer können natürlich manchmal auch zu viel sein – und so holst du dir zwischendurch immer ganz viel Nähe bei Mama oder Papa.

All das geht mir durch den Kopf, während wir so daliegen. Ich streichle deine Haare, küsse deinen Kopf und deine Atemzüge werden tiefer und gleichmäßiger. Das Nuckeln am Schnuller wird weniger und schließlich bist du eingeschlafen. Ich bleibe noch ein Weilchen liegen, denn auch ich liebe diese Nähe so sehr. Dabei lade ich meinen Glücksakku wieder auf. Nach einer Weile lege ich dich vorsichtig neben mich, decke dich zu und gebe dir noch einen Kuss – ganz sanft, denn ich möchte dich nicht wecken!
Ich stehe auf, schließe das Treppengitter und gehe runter ins Wohnzimmer. Jetzt ist meine Pause, die ich auch sehr genieße. Nicht immer habe ich Zeit für mich, manchmal erledige ich auch etwas, und an manchen Tagen wachst du schon nach kurzer Zeit wieder auf. Du brauchst nicht viel Schlaf. Mal sehen, wie lange es heute dauert, bis ich dich im Babyfon „Mama?“ rufen höre. Ich freue mich schon drauf! ♥

Momentaufnahme_kuschelzeit

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