Die anderen Tage

Streusel

Ich würde mich als glücklichen Menschen bezeichnen an den meisten Tagen. Ich bin dankbar für alles, was ich habe. Einen tollen Mann, wunderbare, gesunde Kinder, eine prima (Groß-)Familie, ein schönes Häuschen, nette Menschen, genug zu essen. Ich nehme jeden Tag wie er kommt, versuche mich an kleinen Dingen zu erfreuen genieße den Moment und meine Kinder und betrachte das Glas meist als halbvoll. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben. Weiterlesen

Alltagsglitzern

Alltagsglitzern

Es ist später Samstagmorgen. Mein Mann ist mit den beiden Großen spontan zum Skilaufen gefahren. Nur kurz – der kleine Familienlift ist nur 20 Autominuten entfernt. Ich gehe mit dem Nesthäkchen spazieren. Draußen liegt eine glitzernde Schneedecke, die Sonne scheint, die Luft ist klar und eisig kalt – minus 10 Grad verrät mir meine WetterApp. Weiterlesen

Der Wunsch

Pusteblume

Es war einmal ein kleiner Wunsch. Er war ein ganz besonderer, einer von denen, die tief im Herzen entstehen. Diese Herzenswünsche sind selten und meist ganz leise und man muss genau hinhören um sie zu bemerken. Nicht so wie die anderen Wünsche, die im Kopf entstehen, geschürt durch Reize von außen – Bilder, Stimmen und Versprechungen. Diese Wünsche sind laut und präsent, wenngleich meist auch oberflächlich und kurzlebig. Die Herzenswünsche jedoch sind beständig, tief und wahrhaftig. Aber eben leise und scheu. Weiterlesen

Danke 2016 – mein Jahresrückblick

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Dieses Jahr ist viel passiert – wie jedes Jahr. Gutes und Schlechtes, Großes und Kleines, Weltbewegendes und Persönliches. In den letzten Monaten las ich in den Sozialen Medien immer wieder, wie das Jahr 2016 „beschimpft“ wurde. Wenn noch eine prominente Person starb, politisch extreme Ereignisse eintrafen oder menschliche Tragödien uns erschütterten – immer hieß es „das auch noch 2016??“, „es reicht jetzt 2016!!“, „Es ist genug! Gott sei Dank ist 2016 bald vorbei!!“ Diese Aussagen haben mich immer sehr gestört. Weiterlesen

Das Eltern-Game

elterngame

Dieses Elternding ist ja ein bisschen wie ein Computerspiel. Wobei ich erwähnen möchte, dass ich mich mit Computerspielen genau so wenig auskenne, wie anfangs mit Erziehung. Du plumpst da hinein ohne Plan von nix und versuchst, dich zurechtzufinden. Der Spielplan hilft dir auch nicht weiter, denn er scheint nicht zu deiner Version zu passen und außerdem hast du sowieso keine Zeit, ihn zu studieren, denn die Zeit läuft und die Hürden, Gegner und Aufgaben rasen unerbittlich auf dich zu. Weiterlesen

Die Föhn-App

foehn_app

Heutzutage gibt es ja für alles eine App. Eine App zum Zähneputzen, zum Eier kochen, zum Schminken oder um das perfekte Tages-Outfit aussuchen. Es gibt Apps, die uns ans Trinken erinnern oder welche Brust mit Stillen dran ist, Apps zum Verhüten (mit Zykluskalender oder Pillenalarm. Nur falls Sie sich fragten…) und eine, mit der wir unseren Stuhlgang bewerten können (kein Scheiß – höhöhö). Weiterlesen

Pausetaste

pause

Es ist 9 Uhr. Das Nesthäkchen ist im Stubenwagen eingeschlafen und ich unterdrücke den Impuls, augenblicklich auf Speedmodus umzuschalten, vom Wäschekorb zur Waschmaschine zu flitzen, den Frühstückstisch gründlich abzuputzen oder den Staubsauger aus dem Keller zu holen. Stattdessen mache ich mir noch einen Kaffee – die dritte Tasse an diesem verschneiten, sonnigen und doch sehr nachdenklich stimmenden Morgen. Ich überlege kurz, ein paar Seiten in meinem Krimi weiter zu lesen, entscheide mich dann aber um. Weiterlesen

Von Grenzen, Respekt und Brokkoli

gemuesemandala

Die Traumtänzerin ist eine sehr selektive Esserin. Das begann schon im Kleinkindalter. Hoaglig, sagt man dazu in Bayern. Nachdem ich jahrelang verzweifelt versucht habe, sie ständig und immer wieder zu überzeugen, doch dies zu probieren oder jenes, einen Klecks Sauce zu ihren trockenen Nudeln oder einen Löffel Erbsen zu nehmen, gab ich es auf, und beschloss, meine Tochter einfach so zu nehmen wie sie ist. Und das ist deutlich weniger Stress für alle Beteiligten! Weiterlesen